WBU 2025 – Adrian Rewig gewinnt mit 41 Runden den WBU 2025! Christian Jakl als Assist scheidet mit seinen 40 Runden stolz und zufrieden aus!

Wind, Regen und zeitweise Graupelschauer begleiteten die Teilnehmenden beim fünften Weserbergland Backyard Ultra – doch genau das machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Gestartet am Samstagmorgen um 10 Uhr, fand das Rennen erst in der Nacht von Sonntag auf Montag sein Ende. Nach insgesamt 41 Stunden stand ein neuer Streckenrekord fest.

Entscheidung tief in der Nacht

In den frühen Montagmorgenstunden fiel die Entscheidung. Der Düsseldorfer Christian Jakl, der schon zum Inventar der Teilnehmer des WBU gehört, musste nach über 40 Stunden Dauerbelastung passen. Damit war der Weg frei für Adrian Rewig aus Hagen, der sich ein letztes Mal auf die Strecke machte und seine Runde regelkonform beendete. Im Ziel kam es zu einem bewegenden Moment, als Jakl den erschöpften Sieger in Empfang nahm.

Mit 41 absolvierten Runden setzte Rewig nicht nur ein Ausrufezeichen in Lütmarsen, sondern erzielte auch eines der besten Backyard-Ergebnisse bundesweit in diesem Jahr. Bereits nach 20 Runden war abzusehen, dass das Rennen außergewöhnlich lang dauern könnte – trotz widriger Wetterprognosen, die das Feld eigentlich ausdünnen sollten.

Starke Leistungen aus der Region

Auch aus heimischer Sicht bot der Lauf bemerkenswerte Leistungen. Niko Langner, früher für Ottbergen gestartet, erreichte sein persönliches Ziel von 24 Runden. Besonders die nächtlichen Passagen am Heiligenberg blieben ihm in Erinnerung: ruhige Stunden, klare Sicht und ein Kontrast zu den späteren, stürmischen Bedingungen. Gerade seine letzte Runde verlangte ihm jedoch alles ab.

Ebenfalls konstant präsentierte sich Andreas Klink von der LG Heiligenberg. Mit 19 Runden stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf. Für Klink war es bereits die fünfte Teilnahme am Weserbergland Backyard. Steve Sander folgte mit 17 Runden und beschrieb eine bewährte Taktik für den anspruchsvollen Anstieg: zügiges Gehen bergauf, kontrolliertes Laufen auf den übrigen Passagen.

Die beiden Erstplatzierten liegen mit ihren Leistungen aktuell unter den besten fünf Backyard-Läufern Deutschlands – eine aussichtsreiche Position mit Blick auf eine mögliche Nominierung für die Team-Weltmeisterschaft.

Frauenwertung und Nachwuchs stark vertreten

Bei den Frauen setzte sich Daniela Palsbröker aus Celle durch. Sie hielt 19 Runden durch und absolvierte damit rund 127 Kilometer. Dahinter folgte Maja Jurkutat, die nach 17 Runden ausstieg.

Eindrucksvoll war auch der Auftritt des jungen Simon Leßmann aus Bad Driburg. Mit 20 Runden (134 km) verbesserte er sein Vorjahresergebnis deutlich und rangiert aktuell auf Platz fünf der deutschen Bestenliste seiner Altersklasse U23.

Backyard als Grenzerfahrung – auch für Einsteiger

Ein besonderes Merkmal des Backyard-Formats zeigte sich erneut: Viele Teilnehmende liefen deutlich weiter als ursprünglich geplant. So erreichte Fußballer Raphael Micus zwölf Runden und damit rund 80 Kilometer – seine bislang längste Distanz. Mehrere Starterinnen und Starter hatten zuvor noch nie einen Marathon absolviert und sammelten dennoch Distanzen von über 50 Kilometern.

Gemeinschaft als Erfolgsfaktor

Neben den sportlichen Leistungen rückte auch der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft in den Fokus. Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus Lütmarsen und Ovenhausen sorgten für Verpflegung, Organisation und eine familiäre Atmosphäre im Start-Ziel-Bereich. Für viele war der Backyard nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein Treffpunkt. Wir vom Orga-Team sagen „DANKE“ an alle StarterInnen und HelferInnen aus allen umliegenden Dörfern!

Bildergalerie vom WBU 2026

Eventvideo von Nils Busse – Danke Nils!